Tipps zur
MZ 1000S/SF
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!Sämtliche Angaben ohne Gewähr! (Wer selbst schraubt - ist auch selbst schuld...) Nachfolgendes – um ein paar Kleinigkeiten mit einer kleinen Gemeinde zu teilen. Ein wenig MZ1000-Open Source sozusagen... Die Stichworte sind alphabetisch sortiert.
Baugruppe und dann Bauteile, so ungefähr...
Im Übrigen spricht der 50.000 Km-Test der MOTORRAD Bände...
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Fahrwerks-Einstellung
(Link, andere
Web-Site) Lastwechsel |
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Ich habe ein paar Verschleiß-/Ersatzteile, S u. SF über.
Elektrik:
Batterie
Die
Originalbatterie (Varta) ging schnell in die Knie. Aktuell ist eine YUASA-Gel-Batterie drin. Eine „Hawker“
SBS8 startete
die 1000er erheblich leichter - und wie. Zudem bedeutet das ca. 2,5
Kg weniger Gewicht gegenüber der Originalbatterie. Was immer gut
ist: Polklemmen blank und möglichst großflächig angeklemmt
haben. Niemals Edelstahlschrauben oder -U-Scheiben verwenden. Insbesondere der kleinen Hawker sollte man sowas
gönnen - die Wirkung ist deutlich. Vorsicht bei'm Anziehen!!! Lieber
nochmal zeitnah prüfen. Lose Anschlüsse können wiederum -
elektrische - Schäden anrichten.
Noch etwas – MF-Batterien
sollten nach starker Entladung nur mit speziellen Ladegeräten wieder
in Form gebracht werden. Ansonsten droht Kapazitätsverlust. Das sind
Geräte mit hoher Anfangsladespannung oder – wer es nicht vergißt
und rechtzeitig die Spannung runterregelt - „Labor“-Ladegeräte
die mit konstanter Spannung- und Strom laden. ...oder für die
Nicht-Batteriewarte – z.B ein "Optimate III".
(Den Ruhestromverbrauch
(also Zündung aus), habe ich mit ca. 7mA gemessen, ist also keine Gefahr für eine frühzeitige Entladung)
Die
Ladespannung soll 14,4 V nicht überschreiten. Die MZ-Angabe zum
Laderegler ist 14,5 V +/- 0,5 V. Effektiv bleibt die Ladespannung
unter Last – an meinem Krad - unter ca. 14,3 V.
Aufgrund schlechter Qualität der SBS8, habe ich nun eine Yuasa YTZ14S
12V 11,2Ah verbaut. (Es lohnt sich etwas zu recherchieren -
Preisdifferenzen um 40 EUR sind möglich.
Jedenfalls reagiert die 1000er besonders empfindlich auf schwächelnde Batterien.
Blinker
Tausch
der gelben Blinkergläser gegen „weiße“ nur durch den kompletten
Blinkerkorpus. Die gelben Glühbirnen haben leider andere Sockel.
ECU
Habe
ich vor- und fürsorglich dicht
gemacht. Alle Deckelritzen mit Flüssigkleber zugezogen und Band
obenauf. Wobei mir nicht klar ist, ob die Elektronik eventuell
sowieso zugegossen ist. Zusätzlich noch ein Stück Benzinschlauch in
die Öffnung für den Außendruckmesser eingesteckt. Fertig ist die
Spritzwasservorsorge.
Scheinwerfer
Sollte
das Ablendlicht und/oder das Fernlicht „zittern“, bzw. die Lampen
wackeln, kann das an defekten Einstellern (deren Fassungen) liegen.
Hierfür hat René Zapf einen Reparatursatz parat. Foto
I, Foto
II, Foto
III. Ich empfehle den Austausch komplett durch ihn durchführen
zu lassen. Email: renezapf ätt gmx.net
Scheinwerferbirnen
Abblend-
und Fernlicht haben HB3-Leuchtkörper. Etwa bei Hein-Gericke für
7,95 EUR o. Gewähr.
Flackerndes Licht: Z.B. kann die Fassung
lose sein. Bei meiner S war eine Vernietung
abgeplatzt. Dauerhafter als bei'm Original läßt sich das leicht mit
ein paar Tropfen Epoxidharz lösen.
Sollte
der Stecker zur Leuchtmittelfassung benötigt werden, bietet sich
Ersatz dieser Gestalt
/ Gestalt2
an. (Danke Christian/mptmon/bono).
Startschwierigkeiten
Wenn
sich der Anlasser müht und/oder das Display wegbleibt (Fehler
"0354"), kann das - wie nahe liegend - an einer zu
schwachen Batterie liegen. Möglich ist aber auch eine solche
Fehlerquelle: Kontaktarmut.
Sollte "Hitachi" aber den Kontakt garnicht mehr
freigeben, zieht der Anlasser natürlich weiter irren Strom - ganz
fix die Sitzbank ab und die Batterie abklemmen. Noch gefährlicher:
Schlagartig leuchtet trotz "Zündung ein" nix mehr -
Möglicherweise steht
der Anlasser trotz geschaltetem Relais. Jetzt würde die Batterie
sehr warm, ohne äußere Anzeichen... Sicherheitshalber
in beiden Fällen lieber den Masseanschluss als erstes trennen.
Nach langer
Standzeit kann es helfen, vor dem Start per eingelegtem Gang an den
Kolben zu ruckeln.
Wiederholsperre
(vermeindlicher Anlasserschutz)
Dieses
kleine Mistding
neigt zum Ausfall – das Anlasserrelais bleibt still. Maßnahme:
Entsorgung des Verzögerers. Einfach das Geraffel vom Stecker knipsen
und an diesem den rot-weissen mit dem grün-roten Draht brücken und
wieder einstecken.
Zündkerzen
Original
waren d'rin: Bosch FR6DTC (Mehrmassen-Elektrode) --> Alternativ:
Brisk DOR15LGS
(Gleitfunken-Kerze)
oder NGK BCPR 6 ET. Die Bosch scheinen gut für ein langes Leben. Die
Kerzengesichter
sahen nach 12.000 Km sehr gut und gleichmäßig aus, will sagen –
nahezu weiß. (Additive, Einspritzung und insgesamt eher magere
Einstellungen ergeben normalerweise längst keine „braunen“
Kerzenbilder mehr) Mit den Brisk-Kerzen tut sich die MZ mit dem Start
leichter, aber was noch schöner ist - der Motor läuft spürbar
ruhiger. Das „Kerzenbild“ der Brisk-Kerzen sah nach ein paar
hundert Kilometern ebenso absolut top aus. Ich finde - die
Brisk-Zündkerzen sind ein empfehlenswerter Tipp für die MZ!
Zündkerzen, die Zwote: Nachdem eine der Brisk-Kerzen wohl einen
Isolationsschaden erlitten hat, hatte ich danach die NGK drin.
Subjektiv kein Unterschied zu den Brisk – und ebenso ein Grund
gegen die Bosch-Kerzen.
Zündkerzen, die Dritte: Iridium-Kerzen,
NGK BCPR6EIX-11, sehr guter Start, 3-ter Gang ab 2100 U/min Gasanahme
ok.
Tipps von Matthias Krist,
Generalvertretung Brisk-Zündkerzen:
„Eher ohne Trennmittel
einsetzen. Bei wiederholtem Einbau besteht die Gefahr der
Beschädigung, der Rißbildung im Porzellankörper. Unbedingt mit
passendem Drehmoment
einsetzen. Die Kerze muß satt im Zylinderkopf sitzen, um ihre Wärme
loszuwerden. Kerzen für's Motorrad sollen alle 10.000 Km lieber
gewechselt werden“.
Zündspulen
Vorsicht
bei'm Einbau. Die Zündspulen
werden nur federbelastet mit den Zündkerzen gekoppelt. Wirklich nur
mit dem Alubügel in Position bringen. Bei'm Einstecken der
Spulenstecker auf den O-Ring im Ventildeckelgehäuse achten, dass der
in der Nut bleibt. (An zwei zufällig beschraubten SFs waren die
O-Ringe durchgerutscht – die Spulen baden dann leicht im Wasser,
also ruhig 'mal kontrollieren!) Bei Einbau die O-Ringe einfetten.
Indes die wesentliche Dichtung sowieso direkt an der Zündkerze sitzt
und diese vollständig umfasst. Von den drei am unteren Ende
sitzenden Gummiringen habe ich auch dem Oberen einen kleinen Bypass
(etwas Gummi) 'rausgeknipst,
um möglicherweise eindringendes Wasser ablaufen zu lassen. (Zwei
Dichtringe haben einen Durchlass – der Dritte nicht...) Zusätzlich
kann man aus einen Stück Fahrradschlauch (dünner Schlauch, damit
der Durchmesser noch in den Schacht flutscht), einen Ring
abschneiden, steckt die Spule
durch - und hat eine satt dichtende Hohlkehle
am oberen Rand des Spulenschachtes. Den Ring gerade so breit
schneiden, dass der untere Rand auf dem O-Ring anliegt. Siehe heller
Streifen auf dem Foto „Hohlkehle“. Je nach Gummistärke einen
zweiten dazupacken, um einen dichten Sitz durch leichten! Druck
rundum hinzukriegen.
Das finde ich besser und sauberer als mit
Silikonwurst oder gar gruseliger Schutzblechverlängerung... ![]()
Drei Zündspulenstecker sind mittlerweile gestorben. Vielleicht hatte ich aber dennoch schlichtes Pech. Mein Tipp hierzu: Eine Spule nimmt kaum Platz weg... ...und sobald die MZ spucken sollte – bald anhalten, die Auspuffanlage, der Kat, wird Dank des zunächst unverbrannten Sprits schnell enorm heiß... Sollte das weidwunde Krad noch länger bewegt werden müssen, kann eine Einspritzdüse durch trennen der elektrischen Zuleitung stillgelegt werden.
Dennoch glaube ich
nicht, dass die Spulen selbst nässeempfindlich sind. Jedenfalls sind
die Spulen unabhängig von direktem Nässeeinfluß ausgefallen und
ich bin lange Strecken ohne Probleme durch heftig starken Regen
gefahren. Die Bauart ist komplett verschlossen/vergossen und diese
Spulenbauweise ist tausendfach im Autobau eingesetzt. An keiner
Stelle einer komplett zerlegten Spule war an essentiellen Bauteilen
ein Korrosionsschaden. Eher scheint eine Verbindungstelle (die
Diode?) im Spulenkopf aufzugeben? Wenn man die Spule mit der Hand
schüttelt, klappert nur das
hier, innen. (Auch bei Federbelastung) Unter'm
„Deckel“. Aprilia verwendet offenbar die gleichen Stabzündspulen
in der Caponord. Vom Aufbau und den Daten könnte gleich sein:
Z.B.
als Renault-Original-Ersatzteil: part#: 9633001580. Bei dieser beiden
Spule müsste aber der Plastikmantel (nur Montagefunktion) entfernt
werden. (Messwerte: Widerstände, primär ca. 0,6 Ohm, sekundär 10
KOhm)
Fahrwerk:
Antriebskette
Sehr
gute Erfahrungen seit vielen Jahren mache ich mit billigstem
Getriebeöl. Mit einem Pinsel etwas auftragen, ganz wenig, aber
regelmäßig, nicht aber unbedingt nach jeder Fahrt. Dafür bleibt
alles sauber und die Kette hält sowieso länger als mit den teuren
Kettenfetten. Selten mal mit WD40 bißchen abwischen und gut ist's.
Ich hatte das an meiner TTR schon mehr als 21.000 Km mit sehr gutem
Erfolg gemacht. Es lohnt nicht, eine Wissenschaft aus der
Kettenpflege und -schmierung zu machen. Das Ding läuft sowieso unter
erbärmlichen Bedingungen und Mist wie Kettenreiniger und Co ist
rausgeworfenes Geld und Zeit. ...und Kettenfette sind sowieso nur
vermeintlich gut zur Schmierung.
Zur Kontrolle des
Kettendurchhang's reicht es, das Krad vom Ständer zu nehmen. Dann
sollte der untere Kettenstrang nach oben bis fast an den Gleitschutz
der Schwinge zu drücken sein. Es muss jedenfalls gewährleistet
sein, dass die Kette bei starkem Einfedern nicht stramm wird! Kette
lieber "hängen" lassen. Da passiert nix - aber wehe, sie
ist zu stramm. Bei geringerem Kettendurchhang wird natürlich der
Lastwechsel etwas gemindert - aber das finde ich nicht so schlimm.
...und
den Kettendurchhang am besten nur bei ausgekühlter Kette prüfen –
doch, das macht sichtbar 'was aus.
Kurz vor dem Festziehen der
Achsmutter, einen Schraubendreher zwischen Kette und Kettenblatt
gesteckt und das Hinterrad vorsichtig in Fahrtrichtung gedreht. Das
zieht die Hinterradachse satt gegen die Anschläge.
Nächstes
Ensemble ist nun die Enuma
ZVX, 17/45. Das ist nur einen Hauch länger übersetzt - hält aber
sicher länger (neben der Qualität), wegen der geringeren
Kettenknickung durch das größere Antriebsritzel. Mein Leib- und
Magen-Meister weist auf die nicht völlig zu unterschlagende
Bedeutung der Kettenlänge in Bezug auf die "wirksame"
Schwingenlänge hin. "Lange" Schwinge - mehr Traktion und
umgekehrt. Also, dass etwa bei 17/45/108 Rollen das Hinterrad recht
weit vorne sitzt.
(Breite des Ritzels
auf der Welle 15,5mm, mit Gummis
ca. 17,5mm.
Test: 16/43/108 Rollen, Achse sitzt weit hinten.
17/45/108 Rollen, Achse bereits sehr weit vorne – aber der
Antriebsstrang läuft spürbar ruhiger. Bleibt so.
Bremsen
Zwischendurch
lohnt es sich, die Beläge
rauszukramen, die Kanten mit der Feile anzuphasen und die Kolben zu
reinigen und zu schmieren, Bremse entlüften - wirkt immer wieder
Wunder.
Nach knapp 19.000 Km sahen die Originalbeläge nicht mehr
ganz so toll aus (Ich bremse gerne wenig – dann aber nachholend...
Also, mal „EBC“-Sinter-Beläge testen. Hein Gericke, Fertigung
bei Carbone Lorraine. Laut Aussage des Verkäufers nicht ganz so
bissig wie die mit dem Original-Label – also genau richtig, da ich
die Originalbeläge ganz ok fand. Kosten: Gerademal 39,90 EUR – für
zwei Paar kaum noch zu unterbieten...
Allerdings ist die
Belagstärke etwas großzügig. Der Einbau der EBC-Beläge gelingt
nur, wenn die Kunststoffplättchen der Nissin-Beläge weggelassen
werden. Metallbleche passen, wenn die Kanten der Trägerplatte etwas
angephast werden. dass die Belagkanten zur Bremsscheibe hin angephast
werden, sollte selbstverständlich sein. Achtung – eventuell ist
jetzt „zuviel“ Bremsflüssigkeit im Ausgleichsbehälter!
Wirkung: Deutlich knackiger als die Nissin-Originalbeläge. Ich
meine – empfehlenswert!
Federbein
Die
Federvorspannung so einstellen, dass belastet etwa 25%
Negativfederweg vorhanden sind. Die Gewindestange
zur Verstellung der Federvorspannung sollte gut geschmiert werden.
(Ca. 27 Umdrehungen, ohne Leerweg, max. möglich, aber egal - der
gewünschte Negativfederweg ist das bestimmende Kriterium)
Meine
Einstellung im Sommer, ca. 87 Kg fahrfertig:
Vorspannung:
15 GANZE Umdrehungen
zu (Zu zweit 5-10
weitere
Umdrehungen zumachen) (1 Umdrehung = 2 Klicks)
Letztlich:
Negativfederweg:
10 mm unbelastet
/ 30
mm m.
Fahrer
Dämpfung:
Druckstufe: 13 Klicks auf
• Zugstufe:
21 Klicks auf
Gabel
Die
Gabelfedern waren in der Originaleinstellung etwas schwach
vorgespannt - mitunter konnte bei scharfem Bremsen und Bodenwellen
die Gabel mal auf Block gehen. Ich habe die Einstellung
(Auslieferungszustand war 6,0 U), nur 3,0 Umdrehungen rausgedreht.
Eventuell könnte man das Luftpolster ca. 10mm
verkleinern.
Probeweise, aber zuletzt dauerhaft habe ich zunächst
die Standrohre ca. 8 mm durchgesteckt - die Wirkung ist deutlich zu
spüren, die MZ geht noch leichter um's Eck. Einstellung, Sommer, ca.
87 Kg fahrfertig:
Vorspannung:
3,0 U auf
Letztlich:
Negativfederweg:
15mm unbelastet,
25mm
m.
Fahrer
Dämpfung:
Druckstufe: 1,5 U auf
• Zugstufe:
1,5 U auf
Bleiben
auf einer der Hausstrecken ca.
20mm
Federweg
übrig.
Gabelknacken
Wenn
bei'm Bremsen - insbesondere bis zum Stillstand - ein Knacken aus dem
Gabelbereich/Steuerlager (oben) zu hören ist, kann
es
an etwas „Luft“ zwischen dem inneren Lagerring und dem Steuerrohr
liegen.
Abhilfe:
Etwas
kristallin aushärtender Sekundenkleber oder hart aushärtender
2K-Kleber direkt zwischen
Lagerring und Steuerrohr träufeln. (Ausbau nicht notwendig) Wer
nun staunt, sei daran erinnert, dass die hervorragenden
Laufeigenschaften der Emil-Schwarz-Lager (neben ihrer Lagerqualität),
ähnlich auf verspannungsfreiem Einkleben basieren.
Solange der
Kleber noch flüssig ist, am Gabelende etwas zerren, um dem Kleber
die Kapillarkraft etwas näherzubringen...
Beide Muttern waren
vorher unter ordentlicher Vorspannung festgezogen. Dennoch war nach
der kleinen Aktion das Knacken weg. Nicht mit dem - normalen - Spiel
aus dem Bereich der Vorderradbremse (etwa Beläge), verwechseln.
Gabel-Simmeringe tauschen
Gabelsimmerringe Marzocchi oder Vergleichstyp: NOK DCY 43/54/11 besorgen --> Motorradente
Luftpolster, 120mm bei 500ml Füllmenge. Die Angaben stimmen mit
dem MZ-Werkstatthandbuch überein.
(SF soll angeblich 445ml Füllmenge haben. Das würde ca. ein Luftpolster
von 140mm bedeuten - vielleicht fahren SF-Fahrer etwas gemütlicher...)
Allerdings irritiert dort die Skizze
zur Befüllung. Wichtig: Die Höhe des Luftpolsters wird mit dem
Dämpfereinsatz (natürlich...), aber ohne die Ventilstange(!), Feder und
Abstandhülse bestimmt. Viskosität SAE 7,5. Ich habe die Gabel komplett
zerlegt und mit Benzin gespült. Wenn die Gabel nicht zerlegt wird,
sondern nur der Ventilkopf entfernt wird - bleiben größere
Mengen Altöl in der Gabel. Dann nicht auf die Füllmenge
schauen, sondern nur auf das Luftpolster von 120mm!
Gleitstücke - Alter Simmering zum Eintreiben des Neuen - O-Ring zur Federwegskontrolle nicht vergessen.
Gewicht
Die
Vibrationsdämpfer an den Lenkerenden sind sehr schwer und –
bringen nix. Ich habe sie gegen leichte Alu-Knöpfe getauscht, merke keinen Unterschied.
Masse der Originalen, zusammen knapp 0,5 Kg...
Eine SR
2in1-Anlage (Krümmer und Endtöpfe), sollen ca. 9 Kg
Gewichtsersparnis bringen. Das ist äußerst viel.
Austausch der
Orginalbatterie gegen eine Hawker SBS8 bringt knapp 3 Kg. Das ist
auch noch ein gutes Preis/Gewichtsverhältnis.
Das wären
insgesamt schon ca. 12(!) Kg weniger Masse mit vertretbarem
finanziellen Aufwand. Bei den Rädern wird’s dann schon teurer –
allerdings wirkt sich eine Verringerung der Massen gleich mehrfach
aus. Lineare- und Rotationsbeschleunigung, Verringerung der
ungefederten Massen.
Hinterradschutzblech
Das
kann an der unteren Befestigung, zwischen Schwinge und Kunststoff,
mit Beilagscheiben justiert werden. Vorher die oberen zwei Schrauben
lösen und eventuell vorhandenen Schmutz zwischen Schwingenrohr und
Schutzblech entfernen und zur Vorsorge einen Streifen Moosgummi
in den Leeraum. Dann schleift's nicht mehr am Reifen...
Reifen/-Luftdruck
Original
waren Metzeler Sportec M1 d'rauf, 120/180er in "B",
Luftdruck, Soll: 2,5/2,5 bar. Mein Luftdruck: Vorne: 2,4 bar, hinten:
2,4 bar. Bei Eiseskälte hinten nochmal 1/10 bar weniger.
(Fahrergewicht komplett knapp 87 Kg). ...und hinten 1-3/10 mehr, wenn
mit Sozia gefahren wird. Der Umfang des frisch montierten Michelin
PiPo
scheint ein ganzes Stück kleiner als bei'm M1 zu sein - dann
kompensiert es wohl den Hauch an längerer Übersetzung... ;-) Ich
finde, dass sich der Michelin deutlich harmonischer als der o.g.
Metzeler fährt. Jedenfalls fühle ich mich wohler mit dem Reifen.
...und der Grip liegt bei Beiden eh jenseits meiner
Fahrfähigkeiten... (Luftdruck wie oben)
Wenn ich nun die
Lebensdauer meines Hinterreifens nenne – werde ich zum Gespött
aller 125er-Fahrer: Knapp 7000 Km. Damit komme ich aber klar –
bei'm fahrdynamischen Vergleich mit 125ern, mein' ich...
Schwingenlager
Nach
25.000 Km völlig
dahin.
Lagergrößen:
Nadellager, links: HK2530-2RS
(Durchm. 32) u. Innenring IR20x25x38,5; Nadellager, rechts: NKI
20/20; Rillenkugellager, rechts: 61804-C5 ("Hohes" Lagerspiel)
Um
die Lager raus- und wieder reinzudrücken, die Schwingenbohrung gut
erwärmen. Neue Lager ins Eisfach. Geht dann fast von selbst. Alles
zusammen ca. 30-35 EUR. Man muß schon im www etwas suchen, wo man
einzelne Lager bestellen kann. Allerdings ist der komplette Satz über
MZ kaum teurer und der Bezug über den Händler einfacher. Nur
Delux-Fett nehmen und ordentlich viel auf die Lager und zum abdichten
d'raufhauen. Alternativ könnte man auch die Abstandhülse mit zwei
Bohrungen oder Aussparungen an den Seiten öffnen und einen
Schmiernippel zentral an der Schwingenbohrung anbringen. Über die
Freiräume außer- und innerhalb der Abstandhülse kann dann das Fett
bis an die Lager gedrückt werden - dann behindern die
Lagerdichtungen aber den Fettdurchgang. Eventuell könnte man das
Lager links ohne Dichtung verbauen (rechts sollte der äußere
Simmerring das Fett vielleicht rauslassen können). Offene Lager
brauchen dann aber Disziplin zur regelmäßigen Schmierung. Dass das
linke Lager stärker von Nässe betroffen ist, kann daran liegen,
dass die Feuchte sich dort sammelt (Seitenständer) Die rechten Lager
waren intakt – trotz beschädigten, äußeren Wellendichtringes.
Sturzpads
Für
115 EUR kann man sich beispielsweise bei LSL
bedienen. Die Trägerplatte
ist sauber verarbeitet und sollte verhindern, dass die Lastspitze im
Falle eines Sturzes, nicht trocken in den Rahmen oder das
Motorgehäuse reinhaut.
Tauchrohre schonen
Staubkappen
abundzu mal abnehmen und mit Teflonfett füllen. Nach dem Fahren mit
Schwamm oder Lappen kurz die Tauchrohre abwischen. (Die Tauchrohre
werden durch das Schutzblech leider nicht völlig gegen Suizidbomber
geschützt)
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Getriebe |
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Motor:
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Umrüstfedern
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Motoröl,
Füllmenge
Ich
habe mal bis zur oberen Markierung aufgefüllt. Ich bin mir sicher,
dass der Motor daraufhin bei höheren Drehzahlen spürbar zäher
wurde. Füllmenge, Motoröl richtig warm. Seit dem wird nur bis
höchstens Mitte Schaulochfenster aufgefüllt (warm!)
Steuerkettenschrauben
Beide
Bundschrauben der Steuerkettenschiene, des -spanners, waren bei der S (Bj. 04) nach knapp 30.000 Km bombenfest.
An der SF (Bj. 05) bei gut 18.300 Km ebenso. Dennoch habe ich die Schrauben 'rausgedreht
und mit frischer Gewindesicherung versehen.
Für den Abbau des Polrades wird - bei eingebautem Motor - kein
Gegenhalter benötigt. Ein Stück Holz vor dem Kettenrad und bei
eingelegtem Gang genügt. Lediglich eine Schraube mit Feingewinde
20x1,5 und ein 32er Ringschlüssel wird
benötigt.
Das Motoröl muss nicht abgelassen werden. Einfach die Kiste etwas schräg anlegen/legen.
Das
Polrad lässt sich ohne Gewalt lösen. Die
Schraube etwa mit einem Zurrgurt zwischen Ringschlüssel und Fussraste
unter Zug setzen (Achtung - elastische Spannung...) und dann den
Heissluftfön auf den Aussenkonus loslassen. Nach ein paar Minuten kam
das erlösende "KLICK" von alleine...
Komplett - Fön - M20x1,5 - Federscheibe - Bundschrauben
Synchronisieren
Hierzu
eine Extra-Seite. Synchronisation Beitrag von Karsten (Ehre, wem Ehre gebührt),
erhebt nicht den
Anspruch auf Einstellung mit dem FR2000 – geht aber auch...
Ventilspiel
Siehe:
Technische
Daten Nach
gut 21.000 Kilometern gab's nichts zu meckern. Alle acht
Ventile lagen im grünen Bereich. Mittendrin. Offenbar „tut“
sich bei dem MZ-Zylinderkopf genauso wenig, wie bei den
Ventilsteuerungen der Großserienhersteller. Da sich nun alles
gesetzt haben dürfte – mal sehen ob es dann bei 40.000 Km an
dieser Stelle 'was zutun gibt.
Sonstiges:
Auspuffkrümmer
Der
Auspuffkrümmer
könnte ab und zu auf Rissbildung geprüft werden :-)
Gaszüge
Die Gaszüge und Hüllen, sind aufgrund des
nicht durchgehenden Gefälles etwas anfällig gegen Wasser. Verlegen
der Originalzüge nicht optimal, da durch die dann ungünstigen Bögen
zusätzliche Reibung entsteht. Einfach abundzu etwas Teflonöl o.ä.
vom Drehgriffgehäuse aus in die Hüllen träufeln. Reicht vollkommen
aus. Den Drehgriff auch schön geschmiert halten, um das Feingefühl
bei'm Gasgeben zu behalten. Übrigens haben die SF-Gaszüge
Einstellhülsen zwischen den Hüllen, direkt hinter dem
Drehgriffgehäuse. Zum Tausch an die S eine Möglichkeit.
(Drehgriffgehäuse muß auch getauscht werden, da die Züge andere
Verschraubungen haben)
Allerdings
habe ich noch die ersten Züge drin, gehen in Originalverlegung
einwandfrei. Ein Austausch gegen Fahrradbremszüge mit Tefloninlinern
steht dennoch an. (Züge und Hüllen als günstige Meterware, zwei
Schraubnippel und kein Vergleich mehr).
GPS-Montage
In die offene Bohrung des Steuerrohres wird ein "Klick-Fix"-Halter per mit langer M5-Schraube gequetschtem Schlauch montiert. (Der Schwingungsdämpfer wird hier per gut abgelagertem Metzeler-Enduro 2-Pnöö realisiert...)
Fertig.
Gummigrippe
Schon
an meiner Baghira zeigten sich seltsame und flotte
Auflösungserscheinungen diverser Gummis an der Mopette. An der 1000S
z.B.:
- Abdeckkappen der Scheinwerfer/Stecker/Motorelektronik,
Reifenventile(!) Bei Reifenwechsel ggf. tauschen!,
Spannringe/Luftfilterdeckel, Silentgummis, Fußrastengummis,
Abdeckungen/Einstellschrauben...
Himmel - hatte da wer noch
VEB-Gummirohstoff in den Zschopauer Wäldern versteckt?
Ölfilter
Alternativ
kann z.B. ein MANN-Ölfilter
(W712/52) genommen werden. Vorteile: Deutlich günstiger und ein
praktischer 32er-Sechskant d'ran.
Pflege
Z.B.
WD-40
für's
metallische und irgendein Sprühwachs für die Plastics. Allerdings
kann man das Sprühwachs gut nach dem Abspülen in viele Hohlräume,
Schraubensitze usw. sprühen.
Ganz hervorragend für das
Suggerieren eines Neuzustandes: Atlantic-Radglanz.
Glänzt ganz heftig.
Radausbau
Statt
Aufbockständern geht auch ein Wagenheber. Seitenständer draußen
lassen und den Heber mit Lappen unter den Motorblock, Schwinge usw.
unterstellen. Das entstehende Dreieck ist immer stabil genug.
Radmuttern dennoch am besten vor dem Anheben lösen und später, nach
dem Absetzen festziehen. Achsgewinde vorher einfetten! Ausnahme Vorderrad: Um
das Mitdrehen der Aluhülse zu vermeiden, kann die Reibung der Aluhülse im Gabelauge
etwas erhöht werden. Etwa mit ein paar Tropfen Kleber oder geringer
Menge an leicht lösbarer Gewindesicherung.
Schraube(n),
vorwitzige
Die
hier scheint gewisse Affinitäten zur Frischluft zu haben.
Tropfen Gewindesicherung oder Klecks Pattex o.ä. nicht vergessen.
Alle Motorhalterungen sollten hin- und wieder auf Anzugsmomente
geprüft werden.
Sozius, Sitzpolster
Wenn
der/die BeifahrerIn sich bei'm Bremsen (muß ja auch 'mal sein), über
nach vorne rutschen beschwert, gibt es für die S/SF das gleiche
Sitzmöbel mit Antirutschabsatz wie für die ST und SF. Preis ca. 125
EUR.
Tacho
Bei
mit GPS gemessenen 240 km/h
eilt der Tacho ca. 30 km/h vor. Bei 120 km/h ca. 10 km/h. Die
Kilometeranzeige ist allerdings sehr genau. Wenn überhaupt mit dem
GPS und der Fehlerquelle "Stehende Pause/Drift" feststellbar,
max. 0,5% plus. Dennoch kann das durch andere Reifen variieren..
Ein
17er-Ritzel in Verbindung mit einem 43-Kettenblatt, dürfte die MZ
immer noch in den Begrenzer drücken. Rechnerisch wären das echte
255 km/h.
Einen Fahrradtacho
habe ich noch d'ran. Der ist nochmal für Tageskilometer gut hält
die Vmax
fest...
;-) Den Magnet habe ich auf den Bremsscheibenträger mit einem
Kabelbinder gezurrt und geklebt.
Tankentlüftungen
Die
Alu-Anschlüsse
des Wasserablaufs und Benzinüberlaufs - Tankunterseite - neigen zum
oxidieren und anschließendem zusetzen.
Abhilfe: Auf ca. 3-3,5 mm aufbohren und mit Wachs einsprühen.
Die Gewaltaktion hat die Dinger so beeindruckt, dass sie seitdem
blank bleiben
L
Luft
Luftfilterkasten.
Hat
werksseitig
einen kleinen "Defekt". Läßt sich kostengünstig - ideal
im vorderen, oberen Luftfilterdeckelbereich - beheben. (Der
Luftfilter verschmutzt dann vielleicht etwas schneller – aber wer
will schon Luftfilter unter Denkmalschutz stellen?) Die Wirkung wäre:
Das nutzbare Drehzahlband würde nach unten erweitert werden.
Insgesamt würde der Motor ruhiger laufen. ...und vor allem noch
druckvoller am Gas hängen. 6. Gang wäre schon ab etwas weniger als
3000 U/min im großen Gang "roll"-bar.
Darf man aber
alles nich'.
Vorteilhaft wäre auch, mögliche Warmluft durch den
Motor mit einer geeigneten Folie/Matte (billige Meterware,
Autozubehör) vom Ansaugrüssel fernzuhalten. Theoretisch jedenfalls.
Erwärmte Ansaugluft kostet Leistung. Ich habe 'mal die
Ansaugtemperatur mit der Temperatur der Umgebungsluft verglichen. Der
Fühler
sitzt direkt am Ansaugrüssel, kurz vor dem Original. Die Anzeige
hat einen eigenen Sensor für die Umgebungsluft. Die verschiedenen
Temperaturen sind durch das Ziehen des Steckers an der Anzeige zu
sehen.
Bei 12°C Außentemperatur und halbwegs konstanter Fahrt
über Landstraße ergibt sich eine gleichbleibende
Temperaturdifferenz von gerade 2-3°C. (Die Fühler habe ich während
der Fahrt mehrmals umgestöpselt). Das dürfte kaum mehr, als bei
anderen Mopetten mit günstigerer Ansaugstelle sein. Außer bei Ram
Air Systemen dürfte die angesaugte Luft stets gering erwärmt
werden. (Wobei ein echtes „Ram Air“ erst jenseits der möglichen
Höchstgeschwindigkeit der MZ anfängt überhaupt wirksam zu werden
und somit physikalisch für die MZ eh nur Märchen bleibt...)
Bei
Ortsdurchfahrten mit üblichen Stopps steigt die Temperatur der
angesaugten Luft um grob ca. 3-8°C gegenüber der
Umgebungstemperatur. Klar... Allerdings darf man die Zeitkonstante
des Fühlers nicht außer acht lassen. Der Temperaturunterschied ist
wahrscheinlich gleich nach dem Anfahren tatsächlich nicht mehr ganz
so dramatisch.
Selbst bei Abdeckung der Zylinderköpfe dürfte an
der Originalansaugstelle trotzdem eine leichte Lufterwärmung
stattfinden. Sollte der Lufteinlaß aber auf die Oberseite des
Filterdeckels und für die Anströmung von vorne gesorgt sein, kann
bei einer solchen Lösung theoretisch eine Abdeckung über dem Motor
kaum mehr ins Gewicht fallen. Zumindest nicht bei durchgehender
Fortbewegung des Untersatzes (außerhalb von Stop and Go), und eher
noch geringer als die gemessenen 2-3°C plus, wie im Bereich des
Originalstutzens. Das läßt sich bei Gelegenheit auch noch leicht
probieren.
Mein Fazit aus dem 'rumprobieren: Einfach die
vergessenen Kontrollöffnungen
für
den Luftfilter setzen und das war's. Ziemlich wurscht wie groß und
wo, Hauptsache der ohnehin sehr kleine Ansaugquerschnitt wird
deutlich vergrößert.
"MO" hat eine Leistungsmessung
mit der S mit altem Mapping lediglich ohne Luftfilterdeckel
durchführen lassen. Das Ergebnis: Von bereits guten 118 PS/92 Nm
ergab sich eine satte Steigerung auf 124 PS! und 98 Nm.
Bevor
also ein Haufen Geld durch „Tuningmaßnahmen“ in die 1000er
gesteckt wird, würde ich zu Eurem freundlichen MZ-Schrauber gehen,
ihn ggf. über die o.g. Dinge informieren. (Laßt Euch keine teure
Software – die sowieso illegal ist - andrehen, bevor Ihr nicht die
Hausmittel alle durch habt) Ggf. mit dem aktuellen MZ-Mapping
versorgen, ordentliche Zündkerzen rein und die Mühle sauber
einstellen lassen. S.o. Das kann preisgünstige „Wunder“ wirken.
Im Einlaßbereich
--> hier bei einer SF, sind mitunter kleine, ungünstige
Strömungsübergänge zu finden. Falls das überhaupt mal so ist,
läßt sich der Stutzen durch Erweiterung der Schraubenlöcher oder
Schrauben mit kleinerem Kopfdurchmesser leicht selbst justieren.
Wartungsdaten
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